EIN ANDERER BLICK

Dokumentarfilme über Menschen und ihre Welt

Hilflose Helden -

Whistleblower ohne Schutz

Ein Film von Caroline Nokel und Valentin Thurn

Im Auftrag des WDR

Erstausstrahlung am 22. November 2018, 23.25 Uhr, WDR

Wiederholungen:

16.12.2018 um 22.50 Uhr, tagesschau24.de

19.12.2018 um 21.02 Uhr, tagesschau24.de

20.12.2018 um 09.30 Uhr, tagesschau24.de

20.02.2019 um 21:45 Uhr, HR

23.02.2019 um 17:45 Uhr, HR

25.02.2019 um 10:35 Uhr, HR

„Ziel der Verwaltung war, dass diese Beamten moralisch zerbrechen, sichtbar für alle anderen Kollegen im Behördenzentrum, dass in Zukunft keiner mehr aufsteht und auf Missstände hinweist.“

Rudolf Schmenger sollte abgestraft werden, wie 70 weitere Steuerfahnder vom Frankfurter Finanzamt. Die Beamten widersetzten sich ihren Vorgesetzten, die von ihnen verlangten, viele Fälle von Steuerflucht nach Luxemburg durchgehen zu lassen. Die Behörde stellte sie kalt, nach und nach gaben alle klein bei. Fast alle. Über 15 Jahre nach dem Skandal haben sie alle kleingekriegt, nur einen nicht: Rudolf Schmenger. Er hat vor Gericht in allen Instanzen gesiegt, doch rehabilitiert wurde er bis heute nicht.

Wie hat er das durchgestanden? Sein Fall ging durch die Presse, doch hat er etwas bewegt in Deutschland? Geht es den Whistleblowern heute besser?

Valentin Thurn macht sich auf die Suche. Im Arbeitsrecht sieht es leider immer noch schlecht aus: Whistleblower können sogar dann gekündigt werden, wenn sie eine kriminelle Tat des Arbeitgebers anzeigen. Um das zu ändern, war ein Schutzgesetz für Whistleblower sogar schon im Koalitionsvertrag der letzten Regierung verankert, wurde aber nie umgesetzt. Während die Politik untätig geblieben ist, haben sich längst viele Unternehmen bewegt: In den letzten zehn Jahren entstanden viele Whistleblower-Hotlines, natürlich auch aus Eigeninteresse, um zu verhindern, dass Missstände in die Presse geraten. Doch reicht das?

Stab:

Buch und Regie: Valentin Thurn und Caroline Nokel

Kamera: Dieter Stürmer, Gerardo Milsztein und Boris Fromageot

Schnitt: Frederic Sapart

Redaktion: Angelika Wagner

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