Light Falls Vertical

Reviews

,,Light Falls Vertical is one of those rare works of art, a deeply personal, highly intimate account of a life affected by domestic violence. At the same time, it sheds light on the troubled soul of a perpetrator and not only gives him a stage, but understanding and sympathy..“
-IDFA Envision Competition Review

“Once in a while you encounter a piece of art which ticks all the boxes. Light Falls Vertical is one of those rare examples, offering a profound view into the souls of both a perpetrator and a victim of domestic abuse.”
-Business Doc Europe

“e“a deeply personal yet also universal essayist doc about domestic violence”International Cinephile Society

“an intimate record of the troubled mind, without ever being intrusive”
-Business Doc Europe

,,It will be difficult to create something this personal again, but Zymvragaki’s empathic touch is what documentary filmmaking needs when it approaches delicate subject matter like this.”
-International Cinephile Society

Links

"Light Falls Vertical" is participating at the
European Film Awards Documentary Selection 2023!

Cineuropa/Pressbreak

IDFA Envision Competition REVIEW

Worldpremiere:

International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA) 2022
IDFA Envision Competition

The Movie

A documentary by Efthymia Zymvragaki Co-production with GRIS MEDIO (Spain)

When filmmaker Efthymia Zymvragaki fled her native island of Crete as a young adult, she hoped to leave her violent childhood behind. But in Spain, her memories come flooding back when a man asks her to make a film about him and his violence. The encounters with Ernesto and his alter ego Juan, the frank conversations about the violent acts he committed, and the scenes in which he or actors reenact parts of his autobiography provide unprecedented insight into the nature of an abuser - in this case, one who is painfully self-aware. At the same time, the filmmaker relives her own past. The quiet, almost whispered commentary and the poetic, cinematic shots of sun-drenched landscapes, details of flowers and the sea in which Zymvragaki's father would eventually die, leave room for the viewer's own reflections. In addition to the effects and causes of violence, the film is also about identity and the longing for a home.

,,When I left the island where I was born, it was not a departure, but an escape. Years later, I arrive on another island, a barren place that seems strangely familiar. I have come here for an encounter with a man. He says he is ready to reveal the violence he carries within him. But as I dare to move closer to the vulnerable, desperate man, I realize that he also holds the key to my deepest fears,which echo in the violence of my own past. Now his story will never be able to be separated from mine."

– Efthymia Zymvragaki, October 2022

Trailer

Director´s Note

Eines Tages meldete sich ein Mann, der als Ernesto unterschrieb, bei mir und sagte, er wolle einen Film über sein Leben drehen. Seine Botschaft lautete, dass es bei dem Problem der häuslichen Gewalt immer zwei Parteien gibt – das Opfer und der Täter. Er war der Täter. Ich fühlte mich intuitiv zu dieser Idee hingezogen, und Ernesto und ich kamen überein, dass ich einen Film über seine Geschichte machen würde und mich dabei von dem autobiografischen Roman inspirieren lassen würde, den er verfasst hatte. Diese Vereinbarung war nur der Vorwand, der es uns ermöglichte, uns einander anzunähern und nach und nach die tieferen Beweggründe zu enthüllen, die uns zu den Geschichten des jeweils anderen hingezogen haben.


While working on this film, I found myself in a very delicate situation as Ernesto's intermediary, the man
der sich mit der Gewalt auseinandersetzte, die er gegen seine Familie ausgeübt hatte, der Gewalt, von der er sagte, er habe sie von seinem Vater geerbt. Gleichzeitig war ich mit meinem eigenen Kampf konfrontiert, der Bewältigung mit der Vergangenheit, vor der ich vor zwei Jahrzehnten geflohen war. Wie Ernesto bin auch ich eine Insulanerin. Als eine Frau, die auf der griechischen Insel Kreta geboren und aufgewachsen ist, ist meine Geschichte ganz anders als die von Ernesto, doch was wir zu teilen schienen, waren die Erinnerungen an unsere Väter und die Muster der Gewalt, die in unseren Familien herrschten. Plötzlich wurde Ernesto, der einst ein Fremder war, zu einer vertrauten Figur.

Abwechselnd spielte er die Rolle des Opfers und des Täters, spielt er Szenen aus seiner Kindheit nach, seine Mutter und sich selbst, der unter der Hand seines Vaters litt. In anderen Szenen, bei denen er selbst Regie führt, ist er dann bereits ein Erwachsener, der Gewalttaten gegen seine Frau verübt. Weit davon entfernt, Ernesto nur zu verurteilen, habe ich versucht, Parallelen zwischen unseren Geschichten zu ziehen, wie eine Brücke der Intimität und Verständnis. Diese Brücke wird im Film langsam und behutsam aufgebaut, und sie bleibt brüchig, und legt unsere gemeinsamen Schwachstellen offen. Durch die Erzählung des anderen, des am weitesten Entfernten, suchte ich nach Antworten in meiner eigenen Erzählung, indem ich zwischen dem Spiegel und der Lupe hin und her wechselte. Ich erlaubte mir, mich auf seine Erinnerungen an die Gewalt zu stützen, um durch die stürmischen Gewässer meiner eigenen Erinnerungen zu navigieren. Im Laufe des Projekts wurde meine Geschichte lauter und verflocht sich mit der von Ernesto, bis mir klar wurde, dass wir im Prozess der Heilung voneinander abhängig sind.

,,Light Falls Vertical“ ist ein Film über Ernesto und seinen Kampf mit seinen Gewalt- und Missbrauchsmustern. Es ist auch ein Film über seine Partnerin Juliane und ihre Realität, die von der intensiven Präsenz und Abwesenheit des Mannes in ihrem Leben. Und schließlich und vor allem ist es ein Film über mich und meine Begegnung mit den Qualen meiner Vergangenheit, meinen verstorbenen Vater, das Schweigen, das unseren Dialogdurchdrang, und die Kreise der Gewalt.

– Efthymia Zymvragaki, October 2022

Credits

Author&Director
Efthymia Zymvragaki
Producer
Angelo Orlando / Gris Medio

Efthymia Zymvragaki / Gris Medio
Co-Producer
Anna M. Bofarull / KaBoGa

Patricia Sánchez Mora / Novena Nube
Valentin Thurn / ThurnFilm
Maurizio Santarelli / Eur Film
Iris Lammertsma / Witfilm
Executive Producer
Babet Touw, Daan Odufré / Witfilm
Ana Maria Pelaez Rodriguez / RTVE
Jordi Ambrós Hortensi / TV3
Associated Producers
Tin Dirdamal
Cristina Haglund
Žofie Strachotová
Cinematography
Efthymia Zymvragaki
Cut
Tin Dirdamal
Sounddesign
Bojan Palikuća

Music
George Xylouris
Sound
Anna Bofarull
Additional Sound
Pablo Cosco
Social Media
Yuna-Lee Pfau