EIN ANDERER BLICK

Dokumentarfilme über Menschen und ihre Welt

Landwirtschaft ohne Chemie?

Bauern suchen neue Wege

FAQ

Ein Film von Tatjana Mischke

Im Auftrag des SWR

Welche Aussage trifft der Beitrag?

Landwirte, die nicht mehr zu billigen Weltmarktpreisen produzieren wollen, müssen darin unterstützt werden - von der Politik, vom Verbraucher und man könnte ergänzen: auch von den eigenen Verbänden. Der Beitrag sagt weiter: Die Spaltung der Landwirte verhindert eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Verbraucher und Politik sollten Landwirte unterstützen, unabhängig von ideologischen Lagern zu denken und zu argumentieren.

Warum?

Der Beitrag zeigt Landwirte, die neue Wege suchen. Jeder hier könnte darin etwas Positives sehen –

Landwirte, die für den billigen Export arbeiten wollen, können das weiter tun. Dazu wird im Beitrag keine Aussage gemacht. Aber so wie sich nicht jede Betrieb bio – zertifizieren kann, kann halt auch nicht jeder Betrieb für den Export arbeiten.

Landwirte aber, die einen Weg aus dem jetzigen Teufelskreis suchen, brauchen Unterstützung.

Zur Recherchelage:

Grundlage für den Beitrag sind Studien und Aussagen renommierter Institute und Wissenschaftler. Hier eine kleine Auswahl von Umweltbundesamt bis zu internationalen Fachbeiträgen:

Umweltbundesamt:

Der Verlust der Artenvielfalt und der mit Landnutzungsänderungen (insbesondere Grünlandumbruch und Moornutzung), Düngemittelausbringung, Bodenbearbeitung und Tierhaltung verbundene Ausstoß klimawirksamer Treibhausgase sind weitere Folgen intensiver Landwirtschaft.

https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/landwirtschaft#textpart-3

Wie gesichert sind die Daten zum Insektensterben in Deutschland und global?

Eine Übersichtsstudie aus diesem Jahr im Journal Biological Conservation (Sánchez-Bayo/Wyckhuys, 2019) bestätigt: 40 Prozent der Insektenarten weltweit verzeichnen einen Rückgang, ein Drittel der Arten sind laut der Studie vom Aussterben bedroht. Gründe: Verlust von Lebensraum durch intensive Landwirtschaft sowie die zunehmende Urbanisierung. Chemische Schadstoffe wie Pestizide und synthetische Düngemittel, invasive Arten und der Klimawandel kämen als Ursachen hinzu.

Humus:

Der durchschnittliche Ackerboden in Deutschland verliert Humus. Das legt eine Modellrechnungen des bundeseigenen Thünen-Forschungsinstituts nahe. Ergebnis: Es werden auf der Fläche 0,4 Prozent des Humus abgebaut, wenn Klima und Bewirtschaftung unverändert bleiben. Details in der Studie: https://www.thuenen.de/de/thema/boden/

Der Beitrag hat ganz bewusst ein schwarz – weiss Denken konterkariert. Wollen Landwirte weiter im Sinne von grossen Verbänden argumentieren? Oder will man unideologisch und gemeinsam mit dem Verbraucher Lösungen suchen?

Ausdrücklich positiv sehen wir Plattformen, die einen Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern fördern wollen. Die Aussage diesbezüglich: Eine zukunftsfähige Landwirtschaft kümmert sich um Umweltschutz: https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft-zukunft-eine-gesamtgesellschaftliche

 

Wer sind die Wissenschaftler, die im Beitrag auftreten?

Prof Taube ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Folgendes sagt die Landwirtschaftszeitung TopAgrar zu Prof Friedhelm Taube: https://www.topagrar.com/friedhelm-taube-von-der-christian-albrechts-universitaet-im-kurzportraet-9712941.html

 

Alle Wissenschaftler im Beitrag kommen aus der Landwirtschaft/Agrarwissenschaft und suchen nach Auswegen für die Landwirte um umweltverträglich und rentabel zu arbeiten.

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