Lachs in der Tonne: Warum werfen wir immer mehr Essen weg, das eigentlich noch gut eßbar wäre?

Taste the Waste

Ein Dokumentarfilm über die weltweite Vernichtung von Essen.
Warum werfen wir so viel weg? Und wie können wir die Vergeudung stoppen?

Ein Film von Valentin Thurn

Erstsendung in der ARD Mitte Oktober 2010

Wir vergeuden etwa ebenso viele Lebensmittel weg wie wir essen. Auf dem Weg
vom Acker zum Esstisch landet die Hälfte des Essens im Müll, zum Beispiel jeder
zweite Kopfsalat. Das meiste davon schon bevor es die Verbraucher erreicht. In
vielen Ländern weiß man bis heute nicht, wie groß die Verschwendung ist.
Großbritannien hat als erstes Land verlässliche Zahlen erhoben und zählte
unfassbare 15 Millionen Tonnen, die jedes Jahr vernichtet werden. Darunter 484
Millionen ungeöffnete Joghurts, 1,6 Milliarden Äpfel und 2,6 Milliarden Scheiben Brot.
Warum werden immer größere Mengen vernichtet? Wir suchen nach Erklärungen,
bei Supermarkt-Managern und -Verkäufern, Nahrungsmittel-Fabrikanten, Bauern,
Gesundheitsämtern, Regierungen und Börsenhändlern.
Und wir zeigen die Chancen: Wenn wir nur die Hälfte des vermeidbaren Mülls
einsparen würden, dann hätte das für das Weltklima denselben Effekt, wie wenn wir
jedes vierte Auto von unseren Straßen entfernten. Wir würden damit auch den
Hungernden in dieser Welt helfen, denn die weltweiten Agrarflächen sind begrenzt.
Wenn wir weniger wegwerfen, dann sinkt die Nachfrage auf dem Weltmarkt, und
damit auch die Preise für Nahrungsmittel.
Wenn wir Verbraucher unser Verhalten überdenken, dann ist das vor allem aber auch
eine Chance, dass wir unsere Macht wahrnehmen: Jeder einzelne kann etwas dazu
beitragen, wir können die globalen Warenströme positiv beeinflussen.
Der Film zeigt Menschen, die die irrsinnige Verschwendung auf ihre Weise stoppen
wollen: Hanna Poddig, Berliner Ökoaktivistin, Taner Ugural, Supermarkt-Verkäufer,
Hanns Otto Engstfeld, Freiwilliger bei der Kölner Tafel, Jörn Franck, Betreiber einer
Biogas-Anlage in Hamburg, Roland Teufl, österreichischer „Mülltaucher“ und Roland
Schüren, Bäcker aus Düsseldorf. Den großen Rahmen setzen die beiden
Müllforscher Felicitas Schneider aus Wien und Timothy Jones aus Arizona, USA.

Dokumentarfilm 90 / 45 Minuten, in Produktion 2010 und 2011
Entwickelt mit Unterstützung der Documentary Campus Masterschool
Eine Co-Produktion von THURN FILM und SCHNITTSTELLE

Trailer auf Vimeo oder YouTube. Das Filmprojekt auf Reelisor

Internationale Kampagne gegen Lebensmittel-Müll:

Website mit Blog, Youtube-Channel und Facebook-Seite der Kampagne

 
Christiane Völling
Inge mit Bruder und Mutter

Tabu Intersexualität – Weder Mann noch Frau

Erstausstrahlung: ARTE, 8. Oktober 2010, 21.45 Uhr

Ein Film von Britta Dombrowe, 52 Minuten
Produktion: THURN FILM
Redaktion: Linde Dehner

Öfter als wir glauben stockt der Hebamme der Atem beim Ausruf: „Ein Mädchen!“ oder „Ein Junge!“. Jedes 5000. bis 3000. Neugeborenen ist weder das eine noch das andere. Offiziell gibt es sie gar nicht, die „Hermaphroditen“, „Zwitter“ oder „Intersexuellen“: Das Geschlecht eines Kindes muss in nur wenigen Tagen in die Geburtsurkunde eingetragen werden – zur Auswahl stehen dort zwei Möglichkeiten: männlich oder weiblich.

Die Dokumentation erzählt die Geschichte der 4-jährigen Inge, die mit uneindeutigem Geschlecht zur Welt kam. Trotz Anraten der Ärzte zu einer schnellen „Korrektur“ entschieden sich die Eltern das Kind zu lassen wie es ist. Inge soll später selbst entscheiden können als was sie leben möchte. Diese Wahl hat die Intersexuelle Christiane Völling (50) niemals gehabt: Bei ihrer Geburt wurde das Mädchen auf Grund einer vergrößerten Klitoris männlich zugewiesen. Später wurden ihr ohne Aufklärung Gebärmutter und Eierstöcke entfernt. Erst dreißig Jahre nach der Operation erfährt sie aus den Akten, dass man ihr ihre Weiblichkeit genommen hat. 2008 verklagt sie den Chirurgen – der Film zeigt die Bilder des spektakulären Gerichtsprozess. mehr...

 

Killer-Keime

Ein Film von Valentin Thurn und Frank Bowinkelmann

3sat, 17. Mai 2010, 21.45– 22.15 Uhr, in der Reihe „hitec“

Ins Krankenhaus wird man gebracht, um wieder gesund zu werden. Doch manchmal wird man erst dort richtig krank. Die weltweite Ausbreitung neuer Super-Bakterien in den Krankenhäusern bereitet den Ärzten Sorge. Der am weitesten verbreitete und gefährlichste unter den Krankenhauskeimen heißt MRSA (multiresistenter Staphylokokkus aureus). Der Keim ist gegen die gängigen Antibiotika resistent und wird immer aggressiver: Die Zahl der Medikamente die noch eingesetzt werden können sinkt von Jahr zu Jahr. MRSA kann zu schweren Wundinfektionen, Lungenentzündungen, Sepsis und nicht selten zum Tod führen. Europaweit sterben jedes Jahr rund 50.000 Menschen an dem Killer-Keim. mehr...

 

Guillaume Depardieu in der Reha-Klinik
(c) Elise Depardieu

Guillaume Depardieu - "Es ist die Hölle!"

Dienstag, 20. April 2010 um 21.15 Uhr, arte
Wiederholung: 30. April 2010 um 11.05 Uhr, arte

Zu den prominenten Patienten, die sich mit dem Krankenhauskeim MRSA infizierten, zählt der französische Schauspieler Guillaume Depardieu. Bei einer Operation nach einem Motorradunfall infizierte er sich 1995 mit MRSA. Heilung gab es nicht. Acht Jahre später ließ Depardieu sich das Bein amputieren und begann gleichzeitig einen "Kreuzzug" gegen die Killerkeime. Er sorgte in Talkshows für Öffentlichkeit und setzte das französische Gesundheitsministerium unter Druck. Seine Kampagne zeigte Wirkung. Frankreich erfasst und publiziert nun die MRSA-Infektionen. mehr...

 
Andreas Kühn sitzt seit 9 Jahren, nun steht ein Wiederaufnahmeverfahren an

Unschuldig hinter Gittern

ARD, Report Mainz, 26. Oktober 2009, 22.00 Uhr,
von Valentin Thurn und Karin de Miguel

Wiederholungen:
26. Oktober 2009, 23:30 Uhr, EinsExtra
27. Oktober 2009, 01:25 Uhr, SWR Fernsehen
05:00 Uhr, Das Erste / 09:30 Uhr, rbb / 20.15 Uhr, EinsExtra

Der Beitrag auf der Webseite von Report Mainz (Länge 6'13)
Das Manuskript: "Wie schwer es Justizopfern in Deutschland gemacht wird"

Weitere Beiträge im SWR-Fernsehen:
Zur Sache Baden-Württemberg 19.11.2009 (Beitrag online auf der SWR-Homepage)
Landesschau Baden-Württemberg 21.11.2009 (Beitrag online in der ARD-Mediathek)

 
Ralf und Andrea mit ihrem Kind Inge

Das dritte Geschlecht

ZDF, Mona Lisa, 4. Oktober 2009, 18 Uhr, ein
Magazinbeitrag von Dr. Britta Dombrowe

Ihr Fall ging um die Welt: Die südafrikanische Läuferin Caster Semenaya, Goldmedaillengewinnerin bei der WM in Berlin, ist keine "normale" Frau, sondern intersexuell. Das heißt, sie besitzt männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale. Die Gründe dafür sind vielfältig. In Deutschland sind etwa 80.000 Menschen intersexuell. Inge ist fünf Jahre alt und wächst bisher als Mädchen auf, obwohl sie einen männlichen Chromosomensatz hat. Ihre Eltern haben sich bisher gegen Festlegung ihres Geschlechts durch eine Operation des Kindes entschieden. Christiane Völling hatte dieses Glück nicht: Sie wuchs als Junge auf, erfuhr erst mit 46 Jahren, dass sie auch weibliche Merkmale in sich trug. 2008 prozessierte sie erfolgreich gegen den Arzt, der ihr die weiblichen Geschlechtsorgane entfernt hatte, ohne sie darüber zu informieren. more...

 
Rudolf Schmenger, Ex-Steuerfahnder und Whistleblower

Der aufsässige Staatsdiener
Ein Beamter packt aus

Ein Film von Valentin Thurn, 30 Minuten

WDR-Fernsehen, Sonntag, 13. September 2009, 16.25 – 16.55 Uhr (tag 7)
Wiederholung: PHOENIX, Dienstag, 6. Oktober 2009, 13.30 und 18.00 Uhr

Rudolf Schmenger ist Steuerfahnder in der Bankenstadt Frankfurt. In einer Großbank spürt er einen Millionenbetrug auf. Als er mit seinen Kollegen dagegen vorgehen will, werden sie ausgebremst: Von den eigenen Vorgesetzten im Finanzamt. Doch Rudolf Schmenger will nicht klein beigeben. Er kämpft: Für seine Überzeugung, für sein Gewissen, auf Kosten seiner Karriere. mehr...

 
Spielszene: Der Beschuldigte wird dem Haftrichter vorgeführt

Unschuldig im Knast

Ein Film von Valentin Thurn, 45 Minuten

PHOENIX 16. Februar 2010, 15.45 Uhr

Es ist der Alptraum schlechthin: Der Tag, an dem „Im Namen des Volkes“ ein Richter spricht: schuldig! Der Verurteilte weiß: ich war es nicht. Doch keiner glaubt es ihm. Drei Fälle stehen im Mittelpunkt dieser Dokumentation: Donald Stellwag, der neun Jahre wegen Bankraubs im Knast saß. Nur zwei Wochen nach seiner Entlassung wurde der echte Bankräuber auf frischer Tat geschnappt. Harry Wörz, verurteilt zu 11 Jahren Haft, freigesprochen nach fünf Jahren Haft und jetzt erneut vor Gericht, weil ihn die Staatsanwalt immer noch für schuldig hält. Und Andreas Kühn, der aus dem Knast die Wiederaufnahme seines Falls anstrebt. Dabei hilft ihm sein ehemaliger Chef, der von seiner Unschuld überzeugt ist. mehr...

 
Anna und ihre Mutter in Boston

Mein Vater von der Samenbank
Auf der Suche nach der eigenen Identität

Radio-Feature von Valentin Thurn und Frank Bowinkelmann

WDR 5, Sonntag 21. Juni 2009, 11.05 – 12.00 Uhr
WDR 5, Montag 22. Juni 2009, 20.05 – 21.00 Uhr

Als Anna von ihrer Mutter erfährt, dass sie mit dem Samen eines Fremden gezeugt wurde, ist sie zunächst wie gelähmt. Wochenlang schaut sie sich die Fotoalben der Familie an, vergleicht ihr Gesicht mit dem des Vaters und der Schwestern. Die Frage nach dem Unbekannten in ihrem Leben, lässt sie nun nicht mehr los. Rund 100.000 Kinder wurden bis heute in Deutschland mit Hilfe einer Samenspende gezeugt. Doch wenn die jungen Erwachsenen etwas über ihren genetischen Vater erfahren wollen, stoßen sie meist auf unüberwindbare Hürden. Dabei ist das Wissen um die eigene Abstammung eine wichtige Säule der eigenen Identität. Das Feature begleitet die junge Frau bei der Suche nach ihrem Erzeuger. mehr...

 
Öznur und ihre Patin Inge

Ein Lotse fürs Leben

Ein Film von Kadriye Acar und Valentin Thurn

ARD am 10.5.09 um 17.30 Uhr (Gott und die Welt)
Eins Extra am 13.05.09 um 20.15 Uhr (ARD-Digital)
Eins Extra am 20.05.09 um 06.15 Uhr
Eins Extra am 21.05.09 um 10.05 Uhr

„Hätte ich Inge früher kennen gelernt, wäre ich ein selbstbewussterer Mensch geworden. Vieles wäre einfacher gewesen. Ich vertraue ihr mehr als anderen Menschen, weil ihre Hilfe ehrenamtlich ist und damit vom Herzen kommt“, sagt die 27jährige Öznur Demir. Sie hatte Hilfe gesucht, um den Hauptschulabschluss zu schaffen – und die 69jährige Rentnerin Inge Alexy gefunden, beim Projekt „Senioren-Lotsen“. Die ehrenamtliche Patin hilft der jungen Türkin beim Erlernen der deutschen Sprache und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. mehr...

 

Tod im Krankenhaus -
Der Kampf gegen die Super-Bakterien

Ein Film von Valentin Thurn und Sabine Goette

Erstausstrahlung: ARTE, 19. Dezember 2008, 22.35 Uhr
Länge: 45 Minuten, Redaktion: Linde Dehner (ZDF)

Die weltweite Ausbreitung neuer Super-Bakterien in den Krankenhäusern bereitet den Ärzten Sorge. Der am weitesten verbreitete und gefährlichste unter den Krankenhauskeimen heißt MRSA (multiresistenter Staphylokokkus aureus). Europaweit sterben jedes Jahr rund 50.000 Menschen an dem Killer-Keim. mehr...

 

Gefundenes Fressen
Leben vom Abfall

Ein Film von Britta Dombrowe und Valentin Thurn

Wiederholung im SWR-Fernsehen am 12. Januar 2010 um 7.30 Uhr
und am 23. Januar 2010 um 7.00 Uhr
Saarländischer Rundfunk (SR) am 12. Januar 2010 um 7.30 Uhr
und am 23. Januar 2010 um 7.00 Uhr
Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB-Fernsehen) am 11. Februar 2010 um 12.30 Uhr
Länge: 30 Minuten, Redaktion: Angelika Wagner (WDR)
23. April 2010, 7.50 Uhr, WDR-Fernsehen

„Das Brot hier ist doch 1 A!“, meint Hanna und sie hat völlig Recht. Es sieht appetitlich aus und ist ordentlich in Plastikfolie eingeschweißt. Nichts scheint es von den anderen im Supermarktregal zu unterscheiden, nur dass die 21-jährige es gerade aus dem Abfall gefischt hat. Konkrete Zahlen, wie viele Lebensmittel in Deutschland weggeworfen werden, gibt es nicht. Allein auf dem Kölner Großmarkt kommen bis zu zehn Tonnen an einem normalen Markttag zusammen. mehr...

 

Der Herr der Wölfe
Ein Wildbiologe in den Karpaten

ARD digital / EinsPlus
Sonntag, 7. Februar 2010, 22.30 Uhr
Donnerstag, 11. Februar 2010, 07:30 Uhr

Christoph Promberger hat zwei junge Wölfe aus einer rumänischen Wolfsfarm gerettet und dafür gesorgt, dass ihnen das Fell nicht über die Ohren gezogen wird. Er erforscht das Verhalten der zahmen Welpen und führt sie Ökotouristen vor, die wilde Wölfe kaum zu Gesicht bekommen. Und genau denen gilt das Hauptinteresse Prombergers. Während einer Lappjagd fängt er Timisch, eine stattliche Wölfin, und legt ihr einen Sender an. Geführt von der Peilantenne der Wildbiologen, dokumentiert Kameramann Markus Zeugin das Leben der Karpaten-Wölfe. Er ist der erste, dem Bilder von der Aufzucht wildlebender Wölfe in Europa gelingen. In ihrem traditionellen Jagdrevier stehen heute Wohnblocks. Timisch zieht bis zum Morgengrauen durch die Straßen, und sogar Braunbären kommen in die Stadt Brasov (Kronstadt) und plündern die Mülltonnen. In Deutschland wäre längst Panik ausgebrochen, doch die Rumänen lassen sich davon nicht irritieren. So kann Christoph Promberger, der „Herr der Wölfe“, in Ruhe seine Forschungen durchführen. Sie sollen dazu beitragen, die bedrohte Tierart zu retten. mehr..